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harzsticks

Um bei nassem Wetter Feuer anfachen zu können, wird in der Fachliteratur oft empfohlen, dem Kleinholz Baumharz beizumengen, da letzteres eine lange Brenndauer und einen niedrige Zündtemperatur besitzt. Gesagt, getan, doch Harz ist zäh, verklebt Messer und Behältnisse und wenn man es gerade braucht, kann man sicher sein, es nicht zu finden.

Ich habe folgenden Versuch gemacht, um meinen Hobokocher besser befeuern zu können. Ich habe trockene Tannenholzstäbe zurechtgeschnitten, die in eine luftdicht verschließbare Dose passen und dann erstere in heisses Baumharz getaucht, welches ich in einem kleinen Blechschälchen über einem Esbit – Kocher erwärmt habe. Das klingt einfach, doch die Prozedur ist komplex. Beim Erhitzen verdampfen die Inhaltsstoffe des Harzes und wenn man nicht aufpasst, entzündet sich das Harz eine Stichflamme ist die Folge. Das kann böse Folgen haben. Erst im zweiten Anlauf gelingt es mir, das Harz langsam flüssig zu machen und nicht zu entzünden. Es empfieht sich, nur wenig Harz zu erwärmen und das Schmelzbehältnis immer wieder von der Flamme zu nehmen. So tauche ich Hölzchen für Hölzchen in die heiße Masse und stelle sie mit der Spitze nach oben in eine Eierschachtel.

Die Masse auf der Spitze meiner Sticks trocknet schnell und ist nun von glasig harter Konsistenz, die fest mit dem Holz verbunden ist und nicht mehr klebt. Ich bin nun sehr gespannt, wie mein Hobokocher auf den Brandbeschleuniger reagiert. Doch das wird sich beim nächsten Feuermachen zeigen.

Eine andere positive Nebenwirkung hat mein Experiment jedoch gehabt: die Wohnung riecht intensiv nach Baumharz: Weihnachten scheint nicht mehr allzu fern zu sein.