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J. hat uns zu einem wunderschönen Ort geführt. Der Platz liegt in einer Einbuchtung, die in einen kleinen Hügel geschnitten ist, welcher dicht bewaldet ist.  Eine weiter Kreis, in dem sich wohl auch vorzüglich übernachten liess und der hoch mit Laub bedeckt war. Einige Bänk standen ungeordnet herum, kleine, angekohlte Baumstämme überall am Boden! Leider mussten wir auch Müll einsammeln. Im Hintergrund eine weite höhlenartige Überdachung, die weiter hinten komplett trocken war. Ein idealer Platz also, um dort Brennholz relativ trocken zu lagern. Vor uns ein kleiner Feldweg, den nach und nach vereinzelt Wanderer, Langläufer (Trockentraining), Mountainbiker und Reiter bevölkerten. Zudem bietet der Platz noch eine schöne Aussicht auf das Tal und den Wiler Turm.

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Der Wald bot sehr viel Totholz und gefällte Kiefern, sodaß ich froh war, die kleine Handsäge und die Axt mit im Rucksack zu haben. Ich schnitt vor allem Kiefernholz, während J. Reisig zusammensuchte. Bald war auch der Ring aus Steinen wiederhergestellt. sodass wir darin das feuchte Holz zunächst in Windrichtung, dann quer dazu und dann wieder in Windrichtung aufeinanderstapeln konnten. Darauf eine Lage trockener Holzscheite und dünnen Span – beides hatten wir von zuhause mitgenommen. Das nächste Mal würden wir die Last deutlich reduzieren, denn auch wenig Holz genügt, um dem Feuer von Oben genügend Hitze zu geben. Oben auf den Turm legte ich vorsichtig ein mit Vaseline imprägniertes Baumwollbällchen, das sich wunderbar mit dem Feuerstahl entzünden ließ. Darauf den dünnen Reisig und schon loderte ein kleines Feuer, das sich langsam nach unten fraß und die etwas feuchte Unterlage langsam trocknete. Auf den Steinring schichteten zudem noch feuchtes Holz, um später genügend geeignetes Brennmaterial zur Verfügung zu haben.

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Wir haben heute ganz bewußt das Feuer von oben ausprobiert. Zunächst die Windrichtung bestimmt, dann das Holz geschichtet und unsere Suppe, Kaffee und Schokolade gekocht. Nur der Tarp fehlte, um uns dem Rücken zu wärmen und ein Reflektor wäre auch nett gewesen. Aber das wird dann eine Aufgabe für den Winter sein. Wir besprachen dann ganz kurz, ob wir denn nicht auch die Familie zu einem Nachtgrillen einladen sollten, irgendwann in den Weihnachtsferien, wenn hoffentlich ganz viel Schnee lag. Wir würden sehen.