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Es gibt Texte, die den eigenen Erfahrungen so intensiv entsprechen, dass sie fast weh tun. Mit einem Vorabdruck eines Textes von Thomas Sautner in einer im März 2014 erscheinenden Anthologie mit dem Titel  „Mein Waldviertel“ ist es mir so ergangen. Einen Teil davon will ich Ihnen nicht vorenthalten:

Ich pumpe frisches, kaltes Wasser in den granitenen Trog, wasche mir die Hände, Arme, Gesicht und Nacken. Putze mir die Zähne. Nur eines habe ich heute vor: eine ausschweifende Runde durchs Gehölz. Nichts bestimmtes will ich erkunden, einfach mich gehen lassen im Wald.

Ich fülle die alte , blecherne Feldflasche mit Wasser, nehme einen Apfel und schneide einen Ranken Brot ab, stecke alles in meine Jacke und gehe Richtung Sonne. Pfad oder Weg brauche ich nicht. Der Wald selbst ist der Weg. Er ist wie das Meer.