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Letztes mal hatte ich Bannock in der Pfanne gemacht, weil es so stark geregnet hatte und ich keine halbwegs sauberen Holzstäbe im Wald gefunden hatte. Heute hatte ich mehr Glück: mitten im Februar hatte es knappe 15 Plusgrade und wir beschlossen zur Feuerstelle am Fluß zu gehen und Suppe mit Brot zu essen. J. hatte zwei grüne Buchenstöcke gefunden, sie mit ihrem Messer von der Rinde befreit und sie am Feuer erwärmt. Wieder hatten wir die Brotmischung mit Back- und Milchpulver mit uns und wir mischten es mit Öl und Wasser ab, kneteten es zuerst im Plastiksäckchen und dann in der Hand. Wir ließen es ein wenig ruhen, bereiteten in der Zwischenzeit die Suppe und dann ging es daran, den Teig in lange Würste zu kneten. Diese wickelten wir über die Stöcke und ließen sie in sicherer Entfernung vom Feuer langsam von allen Seiten bräunen. Die Geduld lohnt: wenn man mit der Hitze sparsam umgeht und dem Brot Zeit läßt, wird es wirklich gut.

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Und so saßen wir auf der Bank, diesmal weniger Bushcraft und mehr Kochen an der Brätelstelle. Wir ließen uns von der Sonne liebkosen, lauschten dem Wasser der Murg wie sie über die Steinhindernisse rauschte und sahen den Wanderern zu, wie sie an uns vorbeizogen und freundlich grüßten. Ich hatte zwei Metallfeilen mitgenommen und schärfte mit sorgfältigen Strichen meine Handaxt. Einmal setzte sich ein altes Paar an den Tisch zu uns, um sich von ihrer Wanderung ein wenig zu erholen bevor es an den Aufstieg über den Bergrücken ging. Dann wieder lockte ein Mann seinen Bernhardinerhund mit geworfenen Stöcken ins Wasser der Murg. Ein Wanderer fragte Neugierig nach dem Inhalt der Töpfe. Ein Graureiher flog erschrocken auf. Dazwischen die Ruhe des Waldes.  Kein Herzklopfen und keine Atemnot: warum auch? Im Nu waren Stunden vorbeigegangen.