Fast Vollmond und Eamancholl

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Als die Sonne am Horizont noch einmal aufglühte fand ich das Stück Buche, mit der ich endlich mein Tree Ogham fortsetzen konnte. Es ist das dritte Stäbchen in der Reihe und heisst Eamancholl. Lange hatte ich danach gesucht, weil die Buche immer präsenter in meiner Aufmerksamkeit geworden war. Es war logisch, daß nach der Tanne/Fichte/Kiefer und der Stechpalme nun sie kommen sollte: sie waren auch hier im Wald unmittelbare Nachbarn.  Ich hatte Baumperlen geerntet, ihre Blätter gegessen, ihren Stamm berührt und seine glatte Unebenheit ertastet, ihre verwelkten Blätter am Baum und am Boden studiert. Heute war die Nacht im Wald vom Mond durchflutet, der durch die zarten Buchenblätter flutete und sie leuchten ließ im dunklen Gewirr der schwarzen Schatten. Kalt war es, als wir im Wald nach Hause gingen, viel kälter unten gegen das Tal zu als oben auf der Hügelkuppe. Trotzdem fühlte ich mich hier für einige Augenblicke in der Unwirklichkeit des erleuchteten Waldes beheimatet. Der Mond war voller Energie und ließ mich die Grüne Welt spüren, mehr als jemals zuvor.

Ich hatte das Hölzchen geschnitten, es war ein wenig kleiner geraten als die anderen, obwohl ich es mit meiner Hand so wie die anderen gemessen hatte. Das Stäbchen pulsierte in meiner Hand und genau deshalb wußte  ich, dass es das Richtige war. Ich freute mich darauf, mich zuhause näher mit ihm beschäftigen zu können.

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