Der Bär und der Heilige

14541624699_5e7dea0778_bDieses Glasfenster habe ich auf der Iddaburg erst kürzlich fotografiert.

Dazu lese ich auf der Website von St. Gallen:

„Die Gründung der Stadt St.Gallen geht auf das Jahr 610 zurück. Glaubensboten aus Irland waren auf Missionsreise, man wollte die heidnischen Alemannen bekehren. Diese jedoch konnten sich noch nicht mit den Sitten und Bräuchen der christlichen Kirche anfreunden und schlugen die Glaubensboten in die Flucht. Die meisten flohen nach Norditalien oder fanden den Tod. Einer, Gallus folgte der Steinach bis bis an einen unüberwind- baren Wasserfall, der Mühleggschlucht.
Dort soll sich eines Nachts folgendes zugetragen haben: Gallus lag noch wach, sein Gefährte Hiltibod schlief, da tauchte plötzlich ein Bär auf. Gallus lies sich nicht einschüchtern, auch nicht als sich der Bär aufrichtete. Gallus sprach zu ihm: „Ich gebiete dir im Namen des Herrn. Nimm dieses Holz und trage es ins Feuer!“ Das grosse Tier gehorchte und trug das Holz zum Feuer. Anschliessend nahm Gallus seine Tasche und gab dem Bär ein ganzes Brot unter der Bedingung, dass er sich nie mehr in des Menschen Nähe zeige. Hiltibod hatte alles mitangehört sprang auf und sagte:“ Jetzt weiss ich, dass der Herr mit dir ist, wenn selbst die Tiere des Waldes deinem Wort gehorchen. Der Bär tauchte nie wieder auf.“

Und wieder denke ich über die Begegnung mit der Wildnis, diesmal in einer historischen Perspektive, nach. Die grüne Wildnis um St. gallen in einer Darstellung aus dem Jahr 1545, der ältetsten, noch verfügbaren.

vogtherr

 

 

Ein Kommentar zu „Der Bär und der Heilige

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