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gallusAbschließend an das vorhergehende Posting über Gallus und den Bären, in dem ich mich auf den Urwald von Arbon bezogen hatte, fand ich in dem online verfügbaren Buch von J.A. Zimmermann, Die Heiligen Columban und Gallus nach ihrem Leben und Wirken (1867) folgende längere Textstelle über den Arboner Forst im 7. Jahrhundert:

Südlich von Arbon stieg damals der Urwald vom Uferrande des Bodensees aud den Vorhügeln, Bergen und Alpen bis zur Kette des himmelanstrebenden Säntis oder Alpensteins. Der Geschichtsschreiber Ammianus Marzellinus weiß um das Jahr 370 rings um die Ufer des Bodensees nur von unzugänglichen Wäldern und öden Gegenden zu berichten; außer der altsrömischen Burg Arbon und der Station Pfyn im Thurgau und wenigen Kastells und Gehöften in den thurgauischen Niederungen waren in der Gegend, wo später das Kloster St. Gallen  zu stehen kam, und in dem ganzen Umkreise des Appenzeller Landes, des Toggenburges und bis nach Utznach und das östliche Ende des Zürichsees weder Weiler noch Burgen noch ortschaften anzutreffen. Wo St. Gallen liegt breitete sich damals eine weite Einöde oder Wildniß aus, die mit Wald bedeckt und mit wilden Tieren bewohnt und unsicher gemacht wurde. (S. 167f.)

Gallus6