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PProg_04_p24_ISawAManClothedWithRags„Als ich durch die Wüste dieser Welt wanderte, kam ich an eine Stelle, wo eine Höhle war. Hier legte ich mich nieder, um zu schlafen, und als ich schlief, hatte ich einen Traum. Mir träumte, und siehe ich sah einen Mann da stehen, der war gekleidet in schmutzige Lumpen, das Gesicht hatte er von seinem Hause weggewandt, ein Buch in der Hand und eine große Last auf dem Rucken. Ich gab Acht und sah, daß er das Buch aufmachte und darin las. Und als er las, fing er an zu weinen und zu zittern, und da er sich nicht länger halten konnte, brach er in den Angstschrei aus: „Was soll ich thun?“ Aus: Pilgerreise von John Bunyan

In Klaus Michael Bogdals Buch, „Europa erfindet die Zigeuner. Eine Geschichte von Faszination und Verachtung.“  finde ich folgenden Hinweis:

„Zu einer möglichen positiven Wertung führt die religiöse Deutung des Lebenslaufes als einer irdischen Pilgrimschaft nach der Vertreibung aus dem Paradies. In dieser Perspektive wären alle Menschen doch mehr oder minder Zigeuner, meint Max von Schenkendorf in dem 1912 erschienen Text „Die silberne Hochzeit bei den Zigeunern.“ Als der englische Dichter Bunyan (1628-1688) diese religiöse Grundhaltung von der Vergeblichkeit irdischen Strebens in seinem Werk The Pilgrims Progress (1678) ausgestaltet, vermutet man, dass er von Zigeunern oder Fahrenden abstamme.“