Die Höhle der Wilden Männer – das Wildenmannlisloch

An dem Fuße des Seelunerrucks, zwischen den Alpem Seelun und Breitenalp befindet sich eine große Höhle, das Wildenmännlis-Loch genannt, die anfangs sehr weit und hoch ist, so daß man mit Pferden und Wagen hineinfahren könnte, sich dann aber verenget und wieder erweitert, dann wieder verenget und in solchen Abwechslungen und verschiedenen Krümmungen sich eine Viertelstunde lang fortzieht, bis man ihr Ende erreicht. Bey rauhem Wetter sucht an ihrem Eingang das Vieh Schutz und Obdach.
(Johann Friedrich Franz: Zwinglis Geburtsort. Ein Beytrag zur reformatorischen Jubelfeyer 1819)

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Wildmannlisloch (rechts) mit Selun (links hinten). Fotografie von Alfred Ziegler in einem 1927 im Appenzeller Kalender erschienen Artikel von Emil Bächler über seine Forschungsarbeiten in der Höhle.

Dieser Eintrag ist die erste schriftliche Erwähnung des Wildenmannlislochs. Viele Zuschreibungen hat das Wildenmannlisloch in der Geschichte des Toggenburg bekommen, und sie halten sich bis heute in unterschiedlichen Varianten lokaler Überlieferung. Wunderschön zusammengefaßt hat dieses Konglomerat an Geschichten und Sagen in einem Eintrag von Ferdinand BOLT im Appenzeller Kalender aus dem Jahr 1979. Unter dem Titel „Das Geheimnis des Selun“ erzählt er folgende Geschichten: die Geschichte der „Neandertal-Funde im Wildenmannlisloch, die Sage vom Wilden Mannli, jene vom Geschenk des Wildweibleins, die Geschichte des Johannes Seluner, die Sage von den Dönnerlöchern und jene vom Milchbach. Für den Alpintourismus der Gegenwart stellt diese Verschränkung von Sagen, Geschichten und historischen Hypothesen einen höchst nützlichen Fundus dar. So werden wir auf dem Höhenweg zwischen Sellamatt und Seluner Alp auf einem mit 12 Stationen großzügig ausgeschilderten Sagenweg allen möglichen Versatzstücken kollektiver Erinnerung begegnen. Dabei vermischen sich Legenden, Phantasien und Realien zu einem Amalgam des Sagenumwobenen, Geheimnisvollen und Volkstümlichen, bei dem nur schwer auseinanderzuhalten ist, was wahr und erfunden ist, was „volkstümlich – patriotisch“ , touristich nützlich oder historisch belegbar ist. Das romantisierende Erzählen am Wanderweg belebt den Tourismus und zieht natürlich die lokalen Schulklassen an, die nolens volens ein Stück blankgeputzte Heimat erfahren. Zur Heimatkunde hat man derartige Unterfangen früher gezählt; in der Gegenwart liegt es wohl an den jeweiligen PädagogInnen, ihre SchülerInnen im Nebel der Geschichten aufklärerisch an der Hand zu nehmen.

Wilde Männer

Nachdem sich, wie eingangs geschildert,  1819 der Pfarrer Johann Friedrich FRANZ  mit der Eigentümlichkeit der Region auseinandersetzt und fein säuberlich Land, Leute, Flora, Fauna und Gebräuche der Gegend beschreibt, alles zu Ehren des Reformators ZWINGLI, tritt hundert Jahre später, im Jahre 1903, der Sagensammler Jakob KUONI auf den Plan. Dieser Schulmann aus St. Gallen, der von 1850 bis 1927 lebt, sammelt den Sagenbestand des Katons St. Gallen und bringt ein Buch heraus, auf das seitdem immer gerne zurückgegriffen wird, wenn es um die heimatkundliche Erbauung von Jung und Alt geht: die Sagen des Kantons St. Gallen. Natürlich darf das Wildenmannlisloch darin nicht fehlen:

Auf der östlichen Seite des Seluner-Rucks liegt eine Höhle, das Wildmannlisloch. Ihr Tor ist so groß, daß man mit Roß und Wagen hineinfahren kann. Sie führt anderthalb Stunden tief in den Berg hinein, und die Gänge drinnen sind so weit, daß mehrere Mann nebeneinander aufrecht gehen können. Vorne haben die Wildmännchen sich Tische und Bänke ausgehauen; eine Viertelstunde weiter innen liegt ein kleiner See, rings von Felsblöcken eingefaßt; diese haben sich die Zwerglein zu kühlen Ruhesitzen hergewälzt; noch weiter nach hinten kommen die Wohnungen. Die Zwerge lebten von Wurzeln und Milch. Den benachbarten Sennen halfen sie den Stall „schoren“, das Vieh füttern, den Berg heuen. Einst holten sie die Hebamme von Starkenbach, die einem Wildweiblein beistehen mußte. Als Lohn erhielt sie eine ganze Schürze voll Erdbrocken. Auf dem weiten Wege aus der Höhle heraus gab sie jedoch auf das wertlose Geschenk nicht acht; als sie heraus ans Tageslicht kam und den letzten Brocken besah, war es reines Gold.
Aus: Sagen des Kantons St. Gallen, Jakob Kuoni, St. Gallen 1903

Heide GÖTTNER-ABENDROTH, die deutsche grande dame der Matriarchatsforschung, meint in ihrem Buch über Matriarchale Landschaftsmythen, daß die Sagen von den Wilden Männer und Frauen im Alpenraum keinesfalls Erfindungen der Volksfantasie seien, sondern erinnerte Reste der alten Göttin der „Kleinen Leute“, welche in unwegsamen Rückzugsgebieten Europas (Moorde, Gebirge, Höhlen) überlebt hätten (siehe: Berggöttinen der Alpen: Matriarchale Landschaftsmythologie in 4 Alpenländern).

Dass Zwerge in den Alpen auftauchen, ist historisch gesehen keine Überraschung. Man spricht heute lieber von den „Venedigern“ oder „Walen“, denn man weiß, daß der Stadtstaat Venedig am Beginn der Neuzeit kleinwüchsige Männer rekrutiert hat, um sie in die Alpen zu schicken. Dort sollten sie in den Klüften und Höhlen der Alpen nach Gold und andernen wertvollen Bodenschätzen für die Glasindustrie suchen. Das Geheimnis der „Zwerge“ bestand also weniger in ihrer zauberhaften Ausstattung als mehr in den Mutmaßungen der ansässigen Bevölkerung angesichts der fremden Sprache, ihrer eigentümlichen Kleidung und dem geheimnisvollen Auftreten, durften sie doch ihren Auftraggeber nicht preisgeben. Soviel Entzauberung und Wahrheit mag zwar für den romantischen Sagenschatz des Toggenburg ernüchternd sein: wohl aber hätte ich mir gewünscht, daß man den Sagenweg am Fuße der Churfirsten soweit pädagogisiert hätte, um dem jugendlichen Publikum auch historisch Gediegenes anzubieten als allein die kollektiven Erinnerungen und Phantasien des 18. und 19. Jahrhunderts. Das gilt insbesondere auch für die Geschichte vom Seluner (siehe weiter unten).

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Wildmannlisloch, im Hintergrund der Selun. Aufnahme des Autors im Juni 2017.

Kultplatz

Aufgemacht hat sich an der Jahrhunderwende der Schweizer Naturwissenschafter und Konservator am Museum in St. Gallen  Emil BÄCHLER (1868 – 1950), um im Namen der Wissenschaft ein wenig mehr Licht in die Sache zu bringen. Erstmals besucht er das Wildenmannlisloch im Jahre 1907. Nachdem er zwei weitere Höhlen (Wildkirchli und Drachenloch)  im Schweizer Alpenraum erforscht hatte, wendet er sich der Höhle zwischen 1923 und 1827 intensiver zu. Er findet dort überwiegend Bärenknochen und schließt aus dem Zustand der Abnutzung und Lagerung der Knochen, daß es sich bei der Höhle um eine Kulthöhle gehandelt habe, in der auf Bärenjagd spezialisierte Jäger in der Mittelsteinzeit getötete Bären verbracht hätte. Er schien auf eine wichtige Spur gestoßen zu sein. Die Höhlen von Wildkirchli, Drachenloch und Wildmannlisloch sollten jene drei Höhlen werden, von denen BÄCHLER den Begriff des „Alpinen Paläolithikums der Schweiz“ ableitete. Damit schuf er so etwas wie dringend benötigte Historizität im Zeitalter der Nationalstaaten, indem er darlegte, daß aufgrund der gefundenen Steinwerkzeuge und angeblichen Werkzeuge aus Bärenknochen auf eine eigenständige Jäger- und Sammlerkultur zu schließen sei, die den Bärenkult gepflegt hatten. Die Resonanz des politischen Establishments seiner Zeit war groß.  Auf dem Altar des Vaterlandes wären die Forschungsergebnisse geopfert worden, meint hingegen der Schweizer Kulturjournalist Kaspar SURBER. Die Begründung eines „Alpinen Paläolithikums der Schweiz“ hätte perfekt zum Gründungsmythos der Schweiz beigetragen haben. Die Forscherin Ina WUNN ist hingegen gegenüber den Thesen Emil BÄCHLERs milder gestimmt. In einem Aufsatz unter dem Titel „Emil Bächler und der angebliche Höhlenbär-Kult (2008)“ meint sie:

Wenn er also die von ihm gefundenen l;ossilien des Hohlenbären als Spuren eines Rituals in vorgeschichtlicher Zeit deutete, war er keineswegs das Opfer von Vorurteilen, sondern zcigte sich im Gegenteil als erfahrener und mit den theoretischen Grundlagen seines Faches vertrauter Wissenschaftler (…).
Auch wenn Bächlers Deutung der Funde am Wildenmannlisloch ebenso wie deren zugrunde liegende wissenschaftliche Theorie und Methodik heute als überholt gilt, ist die Idee eines Neandertalers, der in dämmrigen Höhlen bei flackernden Fackeln blutige Rituale praktiziert bis heute so faszinierend, dass sie trotz gegenteiliger Ergebnisse immer noch Eingang in populäre wie auch wissenschaftliche Schriften findet.

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Emil Bächler und sein Team bei der Arbeit. Fotografie von Alfred Ziegler in einem 1927 im Appenzeller Kalender erschienen Artikel von Emil Bächler über seine Forschungsarbeiten in der Höhle.

Heute ist BÄCHLERS These von einer steinzeitlichen Bärenkultkultur in der Schweiz unhaltbar geworden. Stattdessen geht die Archäologie heute davon aus, daß die Höhlen den steinzeitlichen Jägern und Sammlern im Sommer nur als vorübergehende Unterkunft gedient hatte, im Winter wären sie von Bären genutzt worden, deren schwächsten Tiere dort verendet wären. BÄCHLER behauptete, daß die aufgefundenen Bärenknochen von Menschenhand bearbeitet worden waren, um Werkzeuge herzustellen. Bärenköpfe wären zu Kultzwecken in kleinen Kammern aus Steinplatten begraben worden. Moderne Forschung führt aber die scheinbar bearbeiteten Tierknochen auf natürliche Einwirkungen (Wasser, Abrieb, Gesteinsverlagerung) zurück und nicht auf menschliche Einwirkungen eine Kulthandlung.

Lange tobte die wissenschaftliche Auseinandersetzung, der Sohn Heinz BÄCHLER schreibt wütend gegen die Kritiker seines Vaters an.  Auch heute gibt es wieder Einspruch gegen die Entmystifizierung der Wildmannlishöhle, diesmal von anderer Seite: von Neoschamanismus und Martriarchatsforschung, bisweilen auch von effektheischenden Verschwörungstheoretikern.

In seinem 2009 erschienenen Buch „Lexikon der verborgenen Archaälogie. Mysteriöse Relikte von A-Z“ widmet Luc BÜRGIN ein ganzes Kapitel einem offenbar verschwundenen Relikt aus dem Wildmannlisloch. In einem Kapitel des Buches ( „Alpen-Venus. Trauerspiel um eine kuriose Knochenfigur“) beschreibt er einen ca. 12 cm großen Bärenknochen, in dem angeblich die Figur eines Frauenknopfes eingeritzt worden war. Dieser Knochen sei aber seit den 70er Jahren im ehemaligen St. Galler Museum am Kirchhoferhaus  verschwunden und bis heute nicht mehr aufgetaucht. Unabsichtlich weggeworfen, verschlampt, zu Staub zerfallen? Viele Begründungen finden sich, allein eine alte Fotographie ist erhalten gebliebn. Der Autor jedenfalls läßt die Tür für Verschwörungstheorien offen.

Wolf-Dieter STÖRL, der bekannte Schamanismusforscher, schreibt in seinem Buch „Der Bär. Krafttier der Schamanen und Heiler“ (2009, S.36 ff.) ebenfalls über das Verschwinden der Venus-Figur:

In einer Nische in der Wand dieser Höhle entdeckte man eine aus dem Unterkiefer eines Höhlenbeeren geschnitzte und polierte Frauenplastik, etwa 12 cm hoch. Diese Figur, ebenfalls 70 000 Jahre alt, ist die älteste bekannte menschliche Darstellung, in der uns zum ersten Mal das archetypische Bild begegnet, das die Höhle, den Bären und die Frau verbindet – ein Bild, das uns in der Kunst des späteren Steinzeitmenschen, in den Sagen und Märchen vieler Völker (…) immer wieder begegnen wird.

Und in ihrem Buch „Der Muschelweg. Auf den Spuren von Gott der Mutter: Die Wiederentdeckung der matrifokalen Wurzeln Europas“ ergänzt Kirsten ARMBRUSTER die Ausführungen von STÖRL über das Verschwinden der Venus-Figur mit dem verschwörerischen Behauptung, daß diese Urmutterfigurine unsachgemäß gelagert wurde „und die patriarchale Urgeschichtsinterpretation nicht in Frage gestellt werden muß“. Die indirekte Unterstellung, daß jemand den Knochen hätte absichtlich zerstören wollen, um Spuren des Matriarchats verschwinden lassen zu wollen, erscheint mir mehr als herbeigeholt. Ich halte es in diesen religiösen Dingen lieber mit dem renommierten Religionswissenschafter Mircea ELIADE, der in seinem Buch „A History of Religious Ideas“ festhält, daß der religiöse Charakter von Knochenfunden der mittleren Steinzeit, zu der BÄCHLER Höhlenfunde ja zuzuordnen sind, nicht evident sei. Erst in der Jüngeren Steinzeit könne mit annähernder Gewissheit davon gesprochen werden.

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Der Eingangsbereich des Wildmannlislochs. Aufnahme des Autors im Juni 2017.

Johannes Seluner

Als wär der unterschiedlichen Interpretationen noch nicht genug, gibt es auch noch die Geschichte von Johannes SELUNER (1828 – 1898), dem Findling aus dem Toggenburg. Dieser auf der Seluner Alm von Hirten aufgegriffene und dann in Alt St. Johann  als Sozialfall lebende Mann wurde nach Auffassung unterschiedlicher lokalpatriotischer Erzähler bis heute bewußt in die Nähe der „Wilden Männern“ des Wildmannlisloches gerückt. Und dort hätten eben (zumindest nach Auffasssung von Keltoi) die letzten Neandertaler Europas gelebt. Aus den Zwergen des Wildmannlisloches werden in dieser Interpretation die Reste einer Schweizer Urbevölkerung:

Im Gebiet der heutigen Schweiz könnten die letzten Neandertaler Europas eine Art Reliktgruppe gebildet haben. Hinweis darauf geben die Höhlenfunde vom Wildkirchli, Wildenmannlisloch und dem Drachenloch bei Vättis, nebst den alten Erzählungen. Diese Wild-Leute waren vermutlich keine blossen Spukgestalten, sondern es hat sie wirklich gegeben, sie sind nichts anderes als die in den Sagen überlieferten Überbleibsel derjenigen, die sich als scheue, kleinwüchsige, hilfbereite und aussergewöhnlich kräftige Reste einer Urbevölkerung genetisch bis zum heutigen Tag gehalten haben. Als eigenständige Gruppen sind sie verschwunden, nachdem sie [wie die Sagen übereinstimmend berichten] beobachtet und-oder behindert wurden.
Keltoi: Geister, Gespenst und Spukgestalten.

Johannes Seluner, ein Abkömmling der Neandertaler? Einer der letzten Primitiven?  Man beschreibt den Johannes Seluner als eine Art unsozialisierbaren,  unzähmbaren Kasper Hauser, dem alle nur erdenklichen Eigenschaften zugeschrieben wurden: er soll von Kuhhirten auf der Seluneralp gefunden worden sein, in Wutanfällen seine Kleidung zerrissen haben, keiner Sprache mächtig gewesen sein, autistisches Verhalten an den Tag gelegt haben und, wie um die These vom Neandertaler noch zusätzlich zu untermauern, vorübergehend im Wildenmannlisloch gehaust haben. Es ist das Verdienst der Schweizer Schriftstellerin Rea BRÄNDLE mit ihrem Buch Johannes Seluner. Findling. Eine Recherche. (1990, Erweiterte Neauauflage 2016) den von der Gesellschaft behinderten Mann aus dem Schatten der Zuschreibungen sensationsgieriger AutorInnen und ErzählerInnen gelöst zu haben und ihm seine Würde zurückgegeben zu haben.

Auch die Wissenschaft ist nicht frei von Schuld an der Pervertierung der Wahrheit. Ganz im Sinne rassistischen Gedankengutes seiner Zeit hat der Knochenexperte Emil BÄCHLER seine Mutmaßungen über den Johannes SELUNER freien Lauf gelassen, in dem er tatsächlich empfahl, die Leiche des SELUNERS zu exhumieren. 1926 führte diese auch der Anthropologe, Rassenhygieniker und Direktor des Anthropologischen Instituts der Universität Zürich Otto Schlaginhaufen durch, bewilligt von der zuständigen Behörde. Das „Rätsel des Seluners“, der während und nach seinem Leben über die Grenzen des Toggenburg bekannt geworden war, sollte endgültig gelüftet werden. Vor dem Hintergrund eugenischer Überlegungen dieser Zeit sollte ein Zusammenhang zwischen der geistigen wie körperlichen Einschränkung des Betroffenen und Merkmalen von Neandertalern oder aussereuropäischen Völkern nachgewiesen werden. Die Untersuchungen zeigten allerdings nur altersbedingte Degenerationserscheinungen des Skeletts auf. An der Verbreitung der banalen Wahrheit lag nach Feststehen dieser ach so normalen Wahrheit dann niemanden mehr so richtig. Das Skelett liegt noch immer am Züricher Anthropologischen Institut. Wer würde Johannes Seluner erneut begraben wollen?

Für die Edutainment- Gesellschaft interessanter sind allemal die Geschichten, die das touristische Kapital der Wildmannlishöhle mit immer neuen Facetten des Mythos versorgen: das tun die am Sagenweg kolportierten Geschichten allemal. Und so hält man an der Brätlistelle des Vereins Schweizer Familie unterhalb des Wildmannlisloches gerne weiterhin an dem Neandertalerverdacht von Johannes SELUNER fest, indem man an der dort angebrachten Tafel die alten Geschichten unreflektiert weiterschreibt. Ist das als Stück rassistischer Tradition inmitten Schweizer Ausflugsbetriebsamkeit zu werten? Oder ist es einfach nur Naivität?

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Eingang ins Wildmannlisloch, Aufnahme des Autors im Juni 2017.

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