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Also, noch einmal: Efeu ist giftig, insbesondere die schwarzen Früchte, deren Einnahme zum Tod führen können. Beim Pflücken mit bloßen Händen spüre ich schon, daß Blätter und Früchte eine leichte Reizung der Haut hervorrufen. Ich hätte daher besser Handschuhe verwendet. Dennoch werde ich einen kleinen Vorrat an Blättern und Früchte von meinem Efeu-Gewächs, das wir nun schon zum zweiten Mal besuchen,  mitnehmen und damit vorsichtig Räucherversuche vornehmen. Vor diesen warne ich hier ebenfalls ausdrücklich. Einen fingerdicken Efeu – Stamm habe ich ebenfalls von einem nicht mehr lebenden Gesträuch entnommen. Ihn werde ich trocknen und nach spezieller Präparation meinem Baum-Ogham hinzufügen. Ich bedanke mich abschließend bei Brighid für die Gaben.

Lange sind wir wieder am Flußufer gesessen und haben dem fließenden Wasser nachgesehen. Auf dem Hobo-Kocher gab es Kaffee, Kakao und sogar Würstchen. Vögel picken von den Efeufrüchten. Sie werden die darin enthaltenen Samen forttragen. Mißtrauisch beobachten uns einige Rabenvögel. Kaum haben wir den Lagerplatz verlassen, kontrollieren neugierig unseren ehemaligen Lagerplatz. Wir streifen die Thur entlang, bis zu dem kleinen Wasserfall, der tosend die Stufe vor der Brücke hinabfällt. Über uns eine verschworene Ruine.

Wir sammeln wieder leere Schneckenhäuser, Treibholz und Stein, nehmen aber auch Müll vom Flußufer mit. Eine Spaziergängerin mit Hund beobachtet uns dabei. Sie erzählt, daß sie die gefundenen Schneckenhäuser zu Hause reinigt und dort mit durchsichtigen Nagellack bemalt, um sie zum Scheinen zu bringen. Sie sitzt am Flußufer auf einem Baumstamm und raucht.

Beim Weitergehen bemerken wir, dass Bärlauch und Himmelschlüssel bereits zu treiben beginnen und sich durch das Laub geschoben haben. Bald ist Ostara, Frühlingsbeginn. Es scheint, als wäre der strenge Februarwinter vorbei. Die Luft ist warm und feucht, manchmal nieselt es ein wenig.