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Hollunderblüten

Hollunderblüten, -blätter und -dolden. Copyright: J.E.

Vormittags nach dem Frühstück fahren wir hinaus und genießen den warmen Pfingstmontag. Wir streifen durch den Wald, bewegen uns an Wiesenrändern und zwängen uns durch Buschwerk. Der Hollunder blüht und Frau Holle will besucht werden.

Nach meiner Ernte von Efeublättern und -früchten im März, finden wir jetzt im Mai an der wunderschönen Eiche junge, frische junge Efeublätter, die sich zu sammeln lohnen würden. Doch dafür sind wir diesmal nicht unterwegs, jetzt wartet der Hollunder auf uns. Noch hat die Hauptblütezeit nicht begonnen, aber am Waldrand und an buschigen Lichtungen finden sich so manche blühende Sträucher, die sich zu finden und zu ernten lohnen. Mein Räuchervorrat will unbedingt ergänzt werden und so bin ich voller Ungeduld. Blütenstaub regnet auf mich herab, wenn ich die Dolden schneide, es riecht sehr intensiv und meine Finger und das Taschenmesser werden klebrig. Es ist auch ein kleiner vorsichtiger Kampf gegen Bienen und Hummeln, die mir den Platz streitig machen. J. war aufmerksam gewesen und hatte Tabak mitgebracht. „Wer nimmt muß auch geben“, meint sie, und so streue zum Dank immer ein paar Krümel neben dem besuchten und geernteten Strauch.

Ein Anfang ist gemacht, vielleicht wird die Suche am kommenden Ende die Ernte fortgesetzt. Dann dürfen auch frische Efeublätter mit.

Zu Hause beim Rebeln der Blüten betört mich deren süßer Duft, fast bekomme ich Kopfweh. Ich bin neugierig wie lange der Trockenvorgang dauern wird und zu welch kümmerlichen Resten die frischen Blüten schrumpfen werden.