Paul_Fuerst_Doctor_Schnabel_von_Rom

Danke, Vereinigten Staaten, für die Befreiung vom Faschismus, danke für die CARE Pakete in der Nachkriegszeit, danke für den Marschall Plan. Letzterer war wohl nicht uneigennützig, sondern ein wichtiges Instrument in Zeiten des Kalten Krieges, aber trotzdem: Danke, Vereinigte Staaten! Ihr habt dem nunmehr unabhängigen Österreich unverdienterweise sehr geholfen.

Mit euren Regierungen und Präsidenten freilich hatte und habe ich oft Probleme. Nixon war einer davon (Vietnamkrieg), Reagan auch (Aufrüstung), George W. Bush („Schurkenstaaten“). Von Donald Trump ganz zu schweigen. Ich würde ja nicht über die maßlose Überheblichkeit, die Dummheit und den Zynismus von Herrn Trump sprechen wollen: über sie ist schon so viel ohne viel Nutzen gesagt worden. Doch sein komplett vergeigtes Krisenmanagement angesichts von COVID-19 mit seinen vielen Toten (Trumpdeathclock) reizt schon sehr zum öffentlichen Kommentieren. Und nun, nachdem die USA sich in der Krise dadurch hervorgetan hat, anderen Staaten bereits gekaufte Masken und Schutzbekleidung vor der Nase wegzuschnappen, gibt es auf einmal diese PR Aktion der Regierung Trump. Angesprochen ist das Nachkriegsösterreich, das Land von Kanzler KÖRZ, dem der Herr Präsident im Gedenken an 75 Jahre Ende des 2. Weltkriegs auf der Website der US-Embassy „Eternal Friendship“ androht.

Da tritt, 65 Jahre nach Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrags der US – Botschafter in Wien vor die Presse und gibt staatstragend bekannt, daß Österreich von den USA mit einem Geschenk bedacht worden sei: einer halben Million Schutzmasken aus Kalifornien (schwarz, unförmig, wahrscheinlich Baumwolle). Nicht kleckern, sondern klotzen in diesem Land von Kanzler KÖRZ: eine halbe Million für die Bedürftigen!!!! Sich deutlich abheben von den Maskengeschenken aus China oder Taiwan ist das Ziel. Letztere geben wenigstens zu, daß Österreich ein sehr positives „Geschäftsumfeld“ darstelle. Aber der Herr Botschafter betreibt Geschichte vor den Kameras des ORF: denn viele würden ja nicht wissen, daß die USA schon während der letzten Pandemie 1918 300.000 Kindern zu essen gegeben habe. Dies seien Freundschaftsmasken, die für die lokalen Verwaltungen, Schulen, die Wirtschaftskammer und NGOs. Wer bitte, frage ich, braucht diese Masken, wenn nicht die USA, allen voran US Präsident Trump, der sich bis dato noch keine Schutzmaske geleistet hat und so eine Gefährung nicht nur für seine engere Umgebung, sondern (in ähnlicher Weise) für sein gesamtes Land darstellt.

Würde derartige Schutzmasken in den Armutsregionen der USA oder anderswo nicht dringend gebraucht werden, würde ich jenen zornigen Wunsch äußern: Mögen sie in den Kellnern der US Botschaft in Wien vermodern! Die Dinger nähen wir uns selbst. Dem Herrn Botschafter indes wünsche ich das Allerbeste auf seiner peinlichen PR-Tour durch Österreich. Möge er eine seiner Masken dabei verwenden.