Von der krankmachenden und von der heilsamen Einsamkeit

Einsamkeit ist Krankheit und Beschämung, und befindet sich auf dem Vormarsch in den sgn. reichen Nationen der Welt. Von einem „Megatrend Einsamkeit“ wird immer häufiger gesprochen, einem Phänomen, für das man das immer häufigere Auftreten von Krankheiten wie Krebs, Herzinfarkt, Demenz oder Depression verantwortlich macht. Die zunehmende soziale Bindungslosigkeit und Individualisierung der Gesellschaft, unterstützt durch die Beliebigkeit und Kontaktarmut bei der Nutzung von Sozialen Medien, seien die Verursacher dieser neuen Volkskrankheit. Und da bleibt es auch nicht aus, daß sich kürzlich sogar die Politik des Themas angenommen hat. In den UK wurde etwa eine „Ministerin für Einsamkeit“ ernannt.

Festgestellt wird die Einsamkeit allerdings immer nur durch die subjektive Einschätzung des Einzelnen, der sich eben einsam „fühlt“. Dagegen haben auch Medizin und Psychologie kein Kraut erfunden. Einsam sei mithin jenes Individuum, das das subjektive Gefühl habe, nicht genügend soziale Kontakte zu besitzen und deswegen darunter leiden. Möglicherweise gibt es aber auch Menschen, die Einsamkeit nicht als Leiden empfinden?

Auwald bei Drösing/March

Einsamkeit scheint noch dazu ein besonders schambehaftetes Gefühl zu sein. In dieser scheinbar fröhlich – ausgelassenen, lauten und erfolgreichen Gesellschaft ist Einsamkeit etwas, was meist mit Unangepaßtheit, Erfolglosigkeit und Außenseitertum stigmatisiert wird. Einsamkeit ist über alle Maßen uncool. Niemand spricht davon oder thematisiert, was es überhaupt bedeuten kann, einsam zu sein. Man/frau leidet still an sich selbst und den Anderen. Niemand scheint einsam sein zu wollen, jeder und jede will dazugehören und im Mittelpunkt stehen.

Und dennoch, ich will an dieser Stelle nicht von jener Einsamkeit sprechen, in denen sich Menschen als Erkrankte oder als Mängelwesen erleben. Ich betrachte im Folgenden die Einsamkeit als selbstgewählten Raum, in dem andere Menschen glücklicherweise ABWESEND sind. Von der guten Einsamkeit eben, in denen man/frau sich den Platz und die Stille nehmen darf, die er/sie benötigt, um zu sich selbst zu kommen. Wir sprechen dabei von einem sehr kostbaren Ort, an dem es gelingt, sich ausreichend von der störenden Umwelt und den uns peinigenden Mitmenschen abschotten zu können. Ein kleines Stück selbstgeschaffenes Paradies, an dem man weder durch am (ebenso krankmachenden) Lärm leidet, noch durch die oft richtungslose und wertfreie Panik der Alltagsroutinen infiziert wird. Das eigene Ich darf sich dabei entfalten, die Gedanken können flanieren, die Gefühle zum Vorschein kommen. Und wer will, kann seinen Zustand auch singen, so wie es uns die Sami durch ihr Yoiken gelehrt haben. Man singt nicht ÜBER etwas, sondern man singt ES.

Dieses sich Zurückziehen von den Anderen in menschenleere Räume gab es schon immer, als kompletative Abgeschiedenheit, als selbstgewähltes Alleinsein, als Eremitendasein aber auch als zeitlich terminisierter Rückzug aus den Routinen der globalisierten Welt („Retreat“, „Off the Grid“). Oft passierte es freilich, daß jene Menschen, die sich in eine selbstgewählte Einsamkeit zurückgezogen haben, als Sonderlinge (oder auch als Heilige) gehandelt wurden – heute scheint es, als würden sie mit der Krankheit „Einsamkeit“ stigmatisiert.

Nein, ich will das Leiden an der nicht selbst gewählten Einsamkeit nicht banalisieren – aber unseren Blick wieder auf die Möglichkeit einer heilsamen Einsamkeit richten. Plappern wir nicht den Medien nach, die in einer endlosen Spiurale immer nur dasselbe wiederkäuen. Hören wir auf uns selbst und unsere Bedürfnisse.

Auwald bei Sierndorf/March

Letztes Wochenende stapfte ich stundenlang ohne eigentliches Ziel durch ein fast vergessenes Auengebiet am Rande unserer kleinen ostösterreichischen Betriebsamkeit. Ich begegnete keinem Menschen: nur Tieren, Pflanzen, der Erde, den Steinen, der Sonne und der Luft. Es waren Naturwege im Auwald, die meist überwachsen waren und auf denen es einiger Vorsicht bedurfte, um nicht über Lianen zu stolpern, in verdeckte Erdlöcher zu plumsen oder im Schlamm zu landen. Das Gehen erforderte mit einem Male wieder Aufmerksamkeit. Ich war mit mir und meiner Konzentration alleine, konnte beim Gehen zu mir selbst kommen, mich wieder ein Stück besser kennenlernen. Ich begegnete meinem Ego, in einer uneitlen, selbstverlorenen und stillen Weise. Kein Narzissmus weit und breit. Keine Störung, keine Ablenkung: nur ICH inmitten der Welt, die mich mit ihrer Schönheit überreichlich belohnte. Es war sehr einsam dort, aber alles von tiefer Schönheit und Bedeutung. Man möchte sich bei Gott bedanken, hätte er sich nicht so oft desavoyiert. So dankt man der Mutter Erde, die schon ewig da ist und noch ewig da sein wird: mit und ohne uns..

Áhkká

Die ersten Schneeschauer ziehen aus Nordwesten über den Akkajaure als wir in Ritsem ankommen. Es herrscht rauhes Wetter, das sehr schnell mit Sonnenschein wechselt, so wie das hier im nördlichen Sápmi üblich ist. Nachdem wir die kleine primitive Hütte an einem Hang des nördlichen Seeufers bezogen haben, blicken wir auf das gewaltige Massiv des Áhkká, welches sich langsam vor unseren Augen enthüllt. Nebel und Wolken lösen gegen Abend langsam auf.

Ritsem Stugor

Vor Jahren haben wir im finnischen und norwegischen Teil von Sápmi einige Sieidis aufgesucht. Das sind Opferstätten der Sami, die meist an signifikanten Landschaftspunkten errichtet wurden. Viele dieser Siedis wurden während der Verfolgung der Samen im Rahmen der Christianisierung entweder zerstört oder sind zu einem Art Geheimwissen jener Samen geworden, die sich ihren Glauben nicht nehmen lassen wollten. Inzwischen sind die Ethnologie und Religionswissenschaft dazu übergegangen, diese für die Samen bedeutsamen Orte in der Landschaft zu kartographieren, sie werden in einigen Fällen staatlicherseits unter Denkmalschutz gestellt. Einige, wie etwa der Ukonkivi bei Inari sind Touristenattraktionen geworden und haben all ihre heilige Aura verloren. Der Ukonvivi, der mit einem Touristenboot angefahren werden kann, ist nichts mehr als ein weinig begrünter Felsen im See, an dem Touristen ihren Müll hinterlassen. Sie schaffen es nicht, diesen wieder aufs Boot mitzubringen. Und im Übrigen ist dort kaum Platz für eine stille Andacht.

Das Áhkká – Bergmassiv, das wir dieses Jahr besuchen, ist auch ein Sieidi, ein heiliger Ort der Sami-Mythologie. Es trägt den Namen der Muttergottheit, die in der Mythologie in mehreren Formen erscheint: als Maderakka, der ersten Akka (Erdmutter) mit ihren drei Töchtern Sarakka (die Göttin der Fruchtbarkeit, Menstruation, Liebe, Sexualität, Schwangerschaft und Geburt), Juksakka (der Beschützerin der Kinder) und Uksakka (jene Göttin, die das beginnende Leben im Uterus formt).

Die Heilige Mutter Áhkká

Wir sind also, folgen wir der Mythologie, am Beginn der Menschheitsgeschichte angelangt, an einem Ort, der heilig war und noch immer ist. Wer das Gebirgsmassiv sieht, wundert sich darüber nicht, so beeindruckend ist es. Es selbst besteht aus vier Gipfeln, von denen einer keinen Namen trägt. Glücklicherweise liegt das Bergmassiv im Stora Sjöfallet Nationalpark, sollte also die nahe Zukunft relativ unbeschadet von den Einflüssen der modernen Zivilisation existieren dürfen. Nur der Tross der Fernwanderer, die sich im Sarek bewähren wollen, zieht in den Sommermonaten vorbei, zwar von den Bergen beeindruckt, aber im Wesentlichen ihrer körperlichen Leistung verschrieben. Die Rentierherden passen hingegen ins Bild.

Immer wieder müssen wir beim Einrichten für die Nacht aus dem Fenster unserer kleinen Hütte schauen, welche direkt auf das Áhkká schaut. Wir beschließen mit dem Auto zum Ende der Straße in Ritsem zu fahren und parken uns dort, hoch oben beim Campingplatz und der bereits geschlossenen Jugendherberge ein. Ein anderes Auto steht bereits oben mit einem Fotographen, der sich ebenfalls in das Gebirgsmassiv verliebt hat. Draußen stehend und wegen des kalten Wetters auch in unseren Autos sitzend, verlieren wir uns in der Landschaft, im gleißenden Licht des Massivs und letztendlich im Beginn der Menschheitsgeschichte. So muss alles mit uns begonnen haben hier in Sapmí. Vor der grandiosen Kulisse des Akkajaure und des Áhkká fällt es nicht schwer, demütig zu sein.

Schwanengesang

Die letzte Woche in Saskam waren von den lauten Geräuschen Wilder Schwäne begleitet, die sich am See vor unserer Haustür in Gruppen von zwanzig bis dreißig Tieren versammeln. Das gegenüberliegende Ufer ist weiß von ihren Leibern, die paarweise im Wasser lagern. Ihr gar nicht so angenehmes Rufen und Locken, ihr lautes Flügelschlagen auf der Wasseroberfläche, ihr aufgeregtes Getue, das selbst in den kalten Nächten kein Ende nehmen will, erinnert kaum an den sprichwörtlichen Schwanengesang, den dem Mythos nach sterbende Schwäne von sich geben sollen. Wir nennen unsere doch recht lebendigen Nachbarn deshalb scherzhaft und liebevoll Radaubrüder. Es ist ein aufgeregt schnatternder und diskutierender Haufen von Störenfrieden, die die fast absolute Ruhe an diesem See im Norden von Sápmi quälend of durchbrechen. Kein lieblicher Gesang, eher ein enervierendes Getröte, welches in seiner Ästhetik alles andere als schön ist. Fast könnte man es als Lärmbelästigung bezeichnen, wäre man als Städter nicht so fasziniert von dem ungewöhnlichen Treiben.

Auch in unserer Bucht tummeln sich die erregten Gesellen und hinterlassen am Morgen einen ganzen Felsstrand mit weißen Federn, die sie in ihrer Aufgeregtheit verloren haben. Ich turne auf den glitschigen Steinen herum, um schöne Exemplare für J. zu sammeln. Sie verwendet selbstgefundene Vogelfedern für die wunderschönen Traumfänger, die sie knüpft. Schwanenfedern hat sie meines Wissens noch nie verwendet.

K. und I., die Eigentümer unserer Hütte erzählen uns, dass sich die Schwäne um diese Jahreszeit in großen Gruppen sammeln, um gemeinsam ihren Flug in den wärmeren Süden anzutreten. Es sei das erste Mal, daß sie sich zum Sammeln „unseren“ See ausgesucht hätten, normalerweise passiere das an einem weiter entfernt gelegenen Gewässer. Gründe dafür wisse man keine. Gerührt fügt unserer männlicher Gastgeber hinzu, dass Schwäne als Paar ein Leben lang miteinander verbringen. Töte man einen von ihnen, bleibe der Hinterlassene am Ort und suche verzweifelt das Partnertier.

Was macht man also, wenn das laute Spektakel nach der ersten Wahrnehmung zu einem etwas nervenaufreibenden Getöne zu werden droht? Bei wem soll man sich beschweren? Bei Mutter Natur, die man ja in ihrer Bedrohtheit immer in Schutz zu nehmen gewillt ist? Die Einsicht, dass sie nicht nur eine kränkelnde alte Dame, sondern auch eine rücksichtslose Quartiergeberin sein kann, ist überraschend und ein wenig schmerzhaft. Womit hätte man so eine unerbittliche Geräuschkulisse im Urlaub eigentlich verdient? Vögelgeräusche sollen anmutig, lieblich und beruhigend wirken und die Tiere sich nicht als lärmende Nervensägen gerieren!

Und wenn die Schwanenmeute sich schon nicht entschließen kann, endlich in den Süden abzureisen, dann reist man/frau eben selber ab, zurück in die Lärmhölle unserer Städte. Der Urlaub ist ohnehin zu Ende. Dort, in der Stadt, wird uns das Krakelen der weißen Radaubrüder wie ein Ruf aus dem Paradies in Erinnerung geblieben sein. Ein Schwanengesang eben, ein Mythos vom schönen Leben.

Äquinoktium in Sápmi

Der diesjährige Urlaub in Jokkmokk neigt sich seinem Ende zu und es scheint mir, als hätten wir den bevorstehenden Abschied von diesem wunderbaren Ort mit dem Ritual zur Herbst – Tagundnachtgleiche begangen. Ursprünglich wollten wir ja an der sehr einsam gelegenen, alten Mühle in Granudden feiern, doch es ist in den letzten Tagen sehr kalt geworden, mit Temperaturen rund um die Null Grad Celsius. Wir entschließen uns deshalb für den bequemeren Weg. J. und ich feierten vor unserem (gemieteten) Haus in Jokkmokk, am Lagerfeuer direkt am See. Ein Ritual rund um den Sonnenuntergang.

Ich bin ja bei den Jahreszeitenfesten immer nur der zufällige Gast und ein unregelmäßiger Teilnehmer. Zu einem fixem Ritual habe ich es bis dato nicht gebracht, denn es gibt immer wieder viel zu viele Ablenkungen um mich herum. Der Sinn des Lebens scheint sich in der Bewältigung der Berufs- bzw. Alltagsroutinen zu erschöpfen. Das ist allerdings für meine aufkeimenden spirituellen Bedürfnisse zu wenig. Diesem Defizit werde ich hoffentlich mit meiner Pensionierung im kommenden Jahr aktiver als bisher begegnen, zumindest wünsche ich mir das. Ein bewußtes letztes Drittel des Lebens ist wichtig. Worum sollte es sonst gehen?

Deshalb schreibe ich auch selbst nach langen Unterbrechungen an diesem Blog weiter, es ist eine Art roter Faden, der wichtige Anderswelten meines Bewußtseins miteinander verbindet, seit vielen Jahren schon. Auf mich ist kurzfristig nicht Verlaß, nur längere Lebenszyklen zeigen mir, daß ich immer wieder an den selben Ruhepunkt zurückkomme. Das Schreiben ist so eine Gelegenheit, mich auf das Wichtige zu besinnen: ich könnte aber nicht sagen, worin dieses besteht!

Es liegt nahe, sich bei Anlässen, wo die Länge von Tag und Nacht einander gleichen, über die Balance von Begebenheiten oder Umständen im eigenen, persönlichen Leben Gedanken zu machen. Als mir J. dieses Thema vorschlägt, weiss ich zunächst nur wenig damit anzufangen. Nichts scheint in meinem Leben von Balance geprägt zu sein, alles ist diruptiv und zufällig, kaum in einer zufriedenstellenden Harmonie, die ich zu balancieren imstande wäre. Nur bei seltenen (und meist mit Rauschmitteln) herbeigeführten Gelegenheiten vermag sich der Zustand von Ausgeglichenheit, Zufriedenheit und Tiefe herzustellen. Im Grunde teile ich die Auffassung von Nimue Brown, die in ihrem Blogbeitrag Approaching the Equinox festhält: There’s a disconnection for me in the way we talk about equinoxes as times of balance, and the way I experience them. Und dann detaillierter ausführt: I don’t feel balanced in myself, either, I feel the rush of change, the scope for everything to be different. If I am still now, it is because I’m being tugged in a number of directions and am waiting to see which pulls are the strongest.

Alles scheint zu dieser Jahreszeit in mir und um mich im Wandel zu sein und der naheliegende Schluss, dass die Tag – und Nachtgleiche das Fest der Balance sei, trifft für mich nicht zu – weshalb die Aufforderung von J., Ausgleich und Ausgeglichenheit zum Thema des Rituals zu machen, seltsam fremd für mich wirkt. Wann aber soll sich ein Ausgleich herstellen, wenn er selbst nach fast dreiwöchigem Urlaub undenkbar erscheint?

Doch das gemeinsame Trommeln und Legen eines Mandalas mit den Überresten der Herbstvegetation macht es mir möglich, die Dinge für einen kurzen Augenblick anders zu sehen. Es ist ein Gegensatz, der mir zur Einsicht verhilft. Blicke ich auf die Seenlandschaft vor mir, so gleitet mein Blick immer wieder von West nach Ost und zwei sehr gegensätzliche Bilder erschließen sich: jene vom prächtigen Sonnenuntergang zu meiner Linken und gegenüber die beiden winzigen Inseln im Halbdunkel des Ostens. Hin und her gleitet mein Blick, wenn ich, wie jetzt, am Ufer des Sees stehe: vom Licht ins Dunkel, von West nach Ost und: vom verheißungsvollen Leben in den sanften Tod.

Doch dann wieder die Zerstörung des so mühsam hergestellten Bildes: Das Bild vom Trank des Vergessens drängt sich mir auf, jenes aus der griechischen Mythologie. Die Balance von Leben und Tod, die so kurze Zeit seine Geltung besaß, ist dahin. Der Tod verkündet sein Recht.

Sommersonnenwende 2018

Dieses Jahr wurde ich von der Sommersonnenwende überrascht. Mein Hauptaufgenmerk lag auf äußerst unangenehmen beruflichen Ereignissen, die mich nicht loslassen wollten und wollen. So kam die nachricht von der Sommersonnenwende überraschend. Eine Kollegin hatte sich dazu geäußert, so ganz nebenbei, und bedauernd gemeint, die Tage würden ab heute immer kürzer werden.

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Johanniskraut – Wikimedia Commons

Mir bleibt diese Jahr keine Zeit, mit Freunden rauszugehen und das Ereignis zu begehen. Ich begnüge mich also damit, einen Tagebucheintrag von früher zu posten, quasi als Erinnerung an die Energie und Magie, die solch ein Tag schenken kann:

J. leitete das Ritual mit grosser Umsicht. Ihre Stirn hatte sie mit einer strahlend gelben Sonne bemalt, den linken Arm schmückte eine bunte Blume und über die Hand zogen sich fünf Pflanzenarten. Schon einige Tage vorher hatte sie das Waldstück und die besondere Stelle,  wo das Ritual stattfinden würde, ausgesucht und dort auch die Nacht verbracht, um herauszufinden, ob uns die Naturgeister dort willkommen heißen würden.
Wir waren zu viert. J.,  Ch. und A., ich war das erste Mal dabei und wollte das Ritual deshalb so gerne mitmachen,  weil ich noch nie bewusst an einem Naturritual teilgenommen hatte. Rituale, das weiss ich mittlerweile, ziehen mich seit jeher magisch an.
In der Einladung waren wir gebeten worden, Steine für den Feuerring mitzunehmen, dazu auch Dinge,  mit denen wir den Ritualplatz schmücken wollten, Geschenke an die Naturgeister und für die Mitfeiernden und Essen für den Abschluss. Als wir um 19.00 am Ritualplatz ankamen,  erlebten wir eine schöne Überraschung. Eine Kinderspiel-gruppe, die in diesem Wald ihre Feuerstelle hatte, hatte an mehreren Stellen mit den dort gefunden Naturmaterialien gebaut: eine Waldburg, ein Waldmonster und viele andere sorgsam zusammengelegte Gebilde. An unserem noch jungfräulichen Ritualplatz lag ein wunderschönes Mandela, ein schönes Symbol für unser Unterfangen , so fand ich.
Nachdem uns J. gefragt hatte, ob wir Einwände gegen den Platz hätten und wir verneinten, räucherten wir uns und dann nahm J. die Räucherung des Platzes vor. Danach schmückten wir den Platz mit Blumen, die wir am Vormittag auf einem nahegelegenen Pflanzfeld besorgt hatten. Sie hatte 4 bemalte Steine mitgebracht, mit der wir jeder einzeln mit einer Farbe die entsprechende Himmelsrichtung bezeichnete: Gelb den Osten, Blau den Norden, Rot den Süden und Grün den Westen, dort wo wir während der Zeremonie wunderschöne und intensiv die Sonne untergehen sahen. Das fehlende Rund legten wir mit Steinen aus und entzündeten dann das Feuer. Ich reichte J. einen mit Baumharz bestrichenen Zapfen und schon bald brannte ein Feuer das wir wegen der vorherrschenden Trockenheit bewusst klein und niedrig hielten. Es brannte gleichmäßig und intensiv und wir trugen unsere Texte vor. J. hatte Johanniskraut besorgt, die Pflanze, die in diesen Tagen blüht und die der Sommersonnenwende zugeordnet ist. Ch. hatte Steine von einem Meeresufer mit. Schließlich aßen wir von den mitgebrachten Speisen. Hin und wieder musizierten wir: Trommel, Rasseln und Flöte. Es war schön, die Rhythmen aufeinander abzustimmen, gemeinsam den Beginn und das Ende zu begehen.
Mein erstes Naturritual und nichts von Emphase oder Betulichkeit. Ich konnte mich ganz intensiv auf die Natur um uns konzentrieren. Die Sonne ging gleißend im Westen unter und beleuchtete die Spinnweben, die zwischen den Bäumen hingen. Die Mücken verloren sich im Rauch unseres Feuers. Langsam verebbte das wilde Gezwitscher der Vögel. Der längste Tag des Jahres ging langsam zu Ende.

Heimisches Räucherwerk

Hollunderblüten
Hollunderblüten, -blätter und -dolden. Copyright: J.E.

Vormittags nach dem Frühstück fahren wir hinaus und genießen den warmen Pfingstmontag. Wir streifen durch den Wald, bewegen uns an Wiesenrändern und zwängen uns durch Buschwerk. Der Hollunder blüht und Frau Holle will besucht werden.

Nach meiner Ernte von Efeublättern und -früchten im März, finden wir jetzt im Mai an der wunderschönen Eiche junge, frische junge Efeublätter, die sich zu sammeln lohnen würden. Doch dafür sind wir diesmal nicht unterwegs, jetzt wartet der Hollunder auf uns. Noch hat die Hauptblütezeit nicht begonnen, aber am Waldrand und an buschigen Lichtungen finden sich so manche blühende Sträucher, die sich zu finden und zu ernten lohnen. Mein Räuchervorrat will unbedingt ergänzt werden und so bin ich voller Ungeduld. Blütenstaub regnet auf mich herab, wenn ich die Dolden schneide, es riecht sehr intensiv und meine Finger und das Taschenmesser werden klebrig. Es ist auch ein kleiner vorsichtiger Kampf gegen Bienen und Hummeln, die mir den Platz streitig machen. J. war aufmerksam gewesen und hatte Tabak mitgebracht. „Wer nimmt muß auch geben“, meint sie, und so streue zum Dank immer ein paar Krümel neben dem besuchten und geernteten Strauch.

Ein Anfang ist gemacht, vielleicht wird die Suche am kommenden Ende die Ernte fortgesetzt. Dann dürfen auch frische Efeublätter mit.

Zu Hause beim Rebeln der Blüten betört mich deren süßer Duft, fast bekomme ich Kopfweh. Ich bin neugierig wie lange der Trockenvorgang dauern wird und zu welch kümmerlichen Resten die frischen Blüten schrumpfen werden.

Waldkinder, Waldmenschen

Es muss wohl daran liegen, daß ich in einer Stadt aufgewachsen bin und wohl auch im falschen Land – denn in den Wald gegangen bin ich schon immer. Was ich bei meinen Wanderungen in Österreich vorher nie gesehen hatte, bei meinen spätberufenen Aufenthalten in der Schweiz fand ich sie fast regelmäßig: die Spuren der Waldkinder.

Forest_Schmittewald_between_Roggwil_and_Langenthal_-_panoramio
Wald in der Schweiz. Copyright: gemeinfrei

Unerwartet etwa fand ich, am Rande auf einer Waldlichtung, die kleine Feenstadt aus Zweigen rund um die schützende Baumwurzel gebaut. Irgendwo bemalte Steine, auf denen freundliche Grüße gemalt waren. Buntbemalte Steine, die einen Feuerkreis umrahmen und Feuer, Erde, Luft und Wasser zeichnen. Und dann mein Lieblingsplatz: ein von Eltern und Kindern mit Genehmigung des Waldbesitzers errichteter Bänkekreis rund um ein Lagerfeuer, neben einer Hütte, in dem trockenes Holz und selbstgemachte Musikinstrumente lagern, rund um einen langen Tisch.

Waldpädagogik nennt man den Bildungsansatz, der in der Schweiz so trefflich umgesetzt wird und dessen Spuren sich in den Wäldern wohl finden lassen. Diese Nähe zum Wald hängt wohl mit der historisch gewachsenen und sich verändernden Allmende zusammen, eine tradierte Regel, wonach die Gemeinschaft den Wald (natürlich beschränkt) nutzen darf – auch zu Schlaf- und Feuerzwecken. Das ist so etwas wie das Jedermannsrecht, welches in großen Teilen Skandinaviens gültig ist, eine Besonderheit in unserem verreglementierten Europa.

Es ist schön, daß eine Kulturzeitschrift wie die Saiten ihre Februarausgabe der Waldpädagogik gewidmet hat und ihr die Bedeutung zumisst, der ihr tatsächlich zukommt: nämlich die Eigengesetzlichkeiten der Natur für unsere Sinne wieder zugänglich zu machen. Das wäre natürlich auch ganz im Sinne der Erwachsenen und gäbe uns wieder ein Stückchen Achtung für das von uns so schamlos benutzte und ausgebeutete Stück Universum wieder. Wie wir immer wieder vor Augen geführt bekommen, sind wir nicht so sehr (wie das Christentum uns eingebleut hat) die Krone der Schöpfung als vielmehr ihre Bedrohung und ihr möglicher Untergang.

Juli 2014 073
Naturandacht. Copyright: tinderness

Abgedruckt in diesem Heft finde ich einen sehr interessanten Artikel des Schweizer Historikers und Journalisten Peter Müller mit dem Titel „Die Schule des Waldes“. In diesem geht er der Frage nach, was der Wald uns denn beibringen könne und fasst seine Erkenttnisse in sieben Lektionen zusammen. Ich hänge seinen Gedanken nach:

  1. Im Wald werden wir wieder mit unseren ursprünglichen Sinnen konfrontiert, die in der Alltagswelt mit völlig anderen Eindrücken konfrontiert sind. Hier könne man wieder in einer „ursprünglichen“ Art sehen, schmecken und riechen, und diese Erfahrung unterscheide sich stark von den hochtourigen Sinneseindrücken in der gegenwärtigen Zivilisation. Meine Waldgefährtin etwa hat durch ihre regelmäßigen Aufenthalte in der Natur sich ein Sehen erschlossen, daß weniger punktgenau und analytisch ist, sondern sich auf Bewegung und Peripherie konzentriert. Sie sieht Tiere, fallende Blätter und Bewegungen im Laub, die mich immer wieder erstaunen machen. Sie sieht im Wald viel mehr als ich. In der Nacht im Wald zu schlafen wiederum schult das Gehör für Geräusche in einem Maß, welches manche Menschen in Angst und Schrecken versetzt: da ist der raschelnde Käfer, die schreiende Eule, der kratzende Fuchs und das Prasseln des Regens auf dem aufgespannten Tarp, unter dem man nächtens oder tagsüber Zuschlupf gesucht hat.
  2. Der Wald lehrt uns, vorsichtig mit unserer eigenen Befindlichkeit umzugehen und uns in unserem Menschsein in der Natur zu begreifen: wir lernen, uns nicht zu überschätzen. Denn wer sind wir schon im Wald, der uns seine eigenen Regeln aufzwingt, etwa bei Regen, Sturm oder Feuer. Angesichts der Komplexität und Vernetzung des natürlichen Lebensraumes und seiner Fremdheit für uns „Zivilisierte“ bleibt uns wohl nichts anderes über, als uns selbst als Teil eines sensiblen Gefüges zu begreifen. Wer sich nicht an die Regeln des Waldes hält, dem kann dieser mitunter gefährlich werden.
  3. Der Wald schult das Gefühl für das Lebendige: das reicht vom komplexen Zusammenspiel des Ökosystems im Wald bis zur Abfolge der Jahreszeiten und der entsprechenden Anpassung der Organismen. Daß das Lebendige den Vorrang gegenüber den sogenannten Zweckmäßigkeiten des Alltags besitzen sollte, bekommen wir im Wald als beeindruckendes Beispiel vor Augen geführt. Das Tote und das Lebende liegen im Wald sehr eng nebeneinander und der Kreislauf der Natur ist auch unser Schicksal.
  4. Der Wald hat sein eigenes Zeitmaß und jedes Ding braucht seine Zeit. Schon das Wachsen eines Baumes, die Bemoosung eines Steines oder die Bildung von Humus braucht seine Zeit und läßt sich nicht über das „natürliche Maß“ hinaus beschleunigen oder in einen Stundenplan pressen. Es das Licht, der Regen, die Temparatur und sehr viel anderes mehr welche den Rhytmus des Waldes bestimmen. Nachhaltigkeit hat Vorrang, wenn schon nicht in unserem gestressten Berufsleben, so doch in der Natur.
  5. Im Wald entstehen innere Bilder, es entwickelt sich Bewußtsein, mit Hilfe dessen wir unsere Begegnungen mit der Natur speichern. Diese inneren Bilder helfen uns, Ankerpunkte zu entwickeln, die die Angemessenheit des eigenen Lebens bestimmen. Der Wald wird zum Erlebnis- und Reflexionsraum: wir denken über uns nach, als Teil eines wertvollen Ganzen. Wir akzeptieren das, was uns im Wald begegnet und erarbeiten uns in der Stille eine eigene Poetik, auf die wir uns in Krisenzeiten verlassen können.
  6. Der Wald lehrt uns, daß er notwendig, wertvoll und schützenswert ist. Genau wie die realen Wälder in ihrer Funktionen als Schutzwälder, Wasserreservoire und geheimnisvolle Orte beschützt werden müssen, sollten wir auch mit unseren „inneren Wäldern“ umgehen lernen: mit der Weite und Tiefe unseres Unbewußten. Beides gilt es zu schützen und mit beidem ist umzugehen.
  7. Ein denkbar unmoderner Begriff ist wohl die Dankbarkeit. Wer jedoch jemals die Schönheit und Tiefe des Waldes erlebt hat,  der mag für sein Stückchen bewegendes Leben wohl auch jenes altmodische Gefühl erlebt haben. Seien wir also dankbar für den Wald, so gequält, so ausgenutzt und so geschlagen er auch sein sollte. Wir haben nur ihn.

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Efeu, vorsichtig geerntet, am Ende des Winters.

Also, noch einmal: Efeu ist giftig, insbesondere die schwarzen Früchte, deren Einnahme zum Tod führen können. Beim Pflücken mit bloßen Händen spüre ich schon, daß Blätter und Früchte eine leichte Reizung der Haut hervorrufen. Ich hätte daher besser Handschuhe verwendet. Dennoch werde ich einen kleinen Vorrat an Blättern und Früchte von meinem Efeu-Gewächs, das wir nun schon zum zweiten Mal besuchen,  mitnehmen und damit vorsichtig Räucherversuche vornehmen. Vor diesen warne ich hier ebenfalls ausdrücklich. Einen fingerdicken Efeu – Stamm habe ich ebenfalls von einem nicht mehr lebenden Gesträuch entnommen. Ihn werde ich trocknen und nach spezieller Präparation meinem Baum-Ogham hinzufügen. Ich bedanke mich abschließend bei Brighid für die Gaben.

Lange sind wir wieder am Flußufer gesessen und haben dem fließenden Wasser nachgesehen. Auf dem Hobo-Kocher gab es Kaffee, Kakao und sogar Würstchen. Vögel picken von den Efeufrüchten. Sie werden die darin enthaltenen Samen forttragen. Mißtrauisch beobachten uns einige Rabenvögel. Kaum haben wir den Lagerplatz verlassen, kontrollieren neugierig unseren ehemaligen Lagerplatz. Wir streifen die Thur entlang, bis zu dem kleinen Wasserfall, der tosend die Stufe vor der Brücke hinabfällt. Über uns eine verschworene Ruine.

Wir sammeln wieder leere Schneckenhäuser, Treibholz und Stein, nehmen aber auch Müll vom Flußufer mit. Eine Spaziergängerin mit Hund beobachtet uns dabei. Sie erzählt, daß sie die gefundenen Schneckenhäuser zu Hause reinigt und dort mit durchsichtigen Nagellack bemalt, um sie zum Scheinen zu bringen. Sie sitzt am Flußufer auf einem Baumstamm und raucht.

Beim Weitergehen bemerken wir, dass Bärlauch und Himmelschlüssel bereits zu treiben beginnen und sich durch das Laub geschoben haben. Bald ist Ostara, Frühlingsbeginn. Es scheint, als wäre der strenge Februarwinter vorbei. Die Luft ist warm und feucht, manchmal nieselt es ein wenig.

 

Entdeckung: Polter!

Als Polter (der Polter, seltener das Polter; regional auch Polder) oder Holzpolter wird in der Forstwirtschaft gesammeltes und sortiertes Lang- oder Kurzholz bezeichnet, das nach der Holzernte auf einem Sammel-platz zur Abfuhr bereitliegt, zum Beispiel am Rand von Forststraßen. Meist werden auf einem solchen Polterplatz (Holzlagerplatz) mehrere Polter zusammengestellt, jeweils als Stapel oder als nebeneinanderliegende Baumstämme. Polternummern dienen der Kenn-zeichnung der Polter. Die Bezeichnung hat ihren Ursprung im polternden Geräusch, das beim Abwurf des Holzes auf dem Polterplatz entsteht. Das Zusammen-stellen eines Polters nennt man daher auch poltern.
(Wikipedia)

„Poltern“ – Eigenartige Bezeichnung, denke ich und kucke dann in Wikipedia nach. Wieder etwas gelernt beim heutigen Ausflug an die Thur. Aber daß es Mammutbäume in der Schweiz gibt, hätte ich mir nicht gedacht!

Polter
Polter in der Ostschweiz. Copyright: tinderness

 

Ein wenig Grün, aber giftig

Heute am unmittelbaren Ufer der Thur entlang gegangen, um Schwemmholz und schöne Steine zu sammeln. Ein holpriger Weg, über gefrorene Pfützen, Steine und Sandflächen hinweg. Schnee liegt keiner mehr. Natürlich darf auch das Feuer nicht fehlen, das wir unter großer Mühe entfachen. Das Schwemmholz sieht zwar trocken aus, ist aber bretthart gerfroren und enthält viel Wasser. Es ist bitterlich kalt, aber eine wunderschöne Zeit, um Draußen zu sein. Wir sind alleine, sitzen auf einem Baumstamm und sehen der Thur beim Fließen zu. Am Feuer brät die Wurst.

Steine
Steine und Holz aus der Thur. Copyright: Tinderness

Neues Grün zeigt sich keines, ich bin deshalb begeistert, als ich in einer Mulde ein erfrorenes Schneeglöckchen entdecke. Man möchte es mit Moos bedecken, um es gegen die Kälte zu schützen. Imbolc ist nun schon mehr als drei Wochen vorüber und es scheint, als hätte der „richtige“ Winter erst begonnen. Mir fällt eine Aussage ein, die ich in einem Online Magazin gelesen habe: Früher hat man Winter dazugesagt, heute will man genau wissen, warum es so kalt ist. Beim Gedanken an den ironischen Sager muß ich lächeln.

Thur
An der Thur. Copyright: J.E.

Unruhe überall. Obwohl ich den Aufenthalt draußen genieße, merke ich auch die wilde Energie, die sich hier im Freien entfaltet: Bittere Kälte, unruhiges „flaches“ Feuer, das immer wieder unter lautem, schußähnlichen Krachen explodiert, Rotkehlchen, die uns unruhig flatternd in weitem Bogen umschwirren. Das Holz läßt sich nur schwer zerkleinern, die Würste brennen an. Der Baumstamm, auf dem wir sitzen, strahlt unbarmherzig seine Kälte ab. Wildenten stoben auf und flattern unruhig flußabwärts, auf der Flucht vor uns. Ein kleiner Hund kommt aus dem Unterholz dahergesprungen und kläfft uns an. Er trägt einen Hundemantel in Tarnfarben. Ich verletze mich mit meinem Messer am Finger. Nein, heute ist kein Tag für einen ruhigen, medidativen Aufenthalt am Fluß.

Ein großer grüner Fleck im Dickicht erregt meine Aufmerksamkeit. Es ist Efeu, kleine grüne Blätter und schwarzblaue Früchten auf Dolden. Das Räuchern der getrockneten Blätter soll unser Unbewußtes anregen und uns helfen in die Anderswelt zu blicken. Die schwarzblauen Früchte sind hingegen sehr giftig. Ich sammle Blätter und Früchte in meinem Baumwollsäckchen. Die Pflanze paßt zum heutigen Tag.

Schwerbeladen mit Steinen und Schwemmholz kehren wir nach Hause zurück. Ich breite die gesammelten Blätter und Früchte zum Trocknen aus.

efeu
Efeuernte. Copyright: Tinderness