Flussaufwärts durch Wasser, Schnee und Eis

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Seit unserem letzten Ausflug zur Necker hatte sich in mir der Gedanke festgesetzt, diesen Fluß von seiner Mündung in die Thur bis hinauf zum Ofenloch entlangzuwandern. Ich hatte mir also in der Zwischenzeit ein paar Kautschukstiefel von Viking besorgt, die ich mit Schisocken trug: gemeinsam mit Wanderstöcken das perfekte Mittel die glitschig kalten Ufergegenden und Sandbänke unten am Necker entlang zu wandern.Bild

Doch zuerst ein kleiner Versuch. An einer der berühmten Holzbrücken entlang des Necker fanden wir heute einen wunderschön und versteckt gelegenen Platz, der etwas mühsam zu erreichen war. Dort schlugen wir unser Lager auf und ich machte meine ersten Gehversuche im Wasser, flußaufwärts das neue Gehgefühl ausprobierend. Es ging ein Stück weit gut voran und beim Rückweg versuchte ich ein wenig trockenes Brennholz vom anderen Ufer zu sammeln und wieder zu unserem Lagerplatz zurückzukehren. Inzwischen hatte J. wieder eines der schönen Upside Down Lagerfeuer vorbereiten, wo wir dann letzten Endes saßen und das Rauschen des Neckers genossen.

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Schwer bepackt arbeiteten wir uns nach Einbruch der Dunkelheit wieder zu unserem Auto hinauf, zwei Säcke voll mit Abfall mit uns, die wir aus dem Uferbereich entfernt hatten. Es bleibt wohl nichts als Kopfschüttel darüber, wie kleine Paradiese gedankenlos zugemüllt werden.

Feuer von oben

J. hat uns zu einem wunderschönen Ort geführt. Der Platz liegt in einer Einbuchtung, die in einen kleinen Hügel geschnitten ist, welcher dicht bewaldet ist.  Eine weiter Kreis, in dem sich wohl auch vorzüglich übernachten liess und der hoch mit Laub bedeckt war. Einige Bänk standen ungeordnet herum, kleine, angekohlte Baumstämme überall am Boden! Leider mussten wir auch Müll einsammeln. Im Hintergrund eine weite höhlenartige Überdachung, die weiter hinten komplett trocken war. Ein idealer Platz also, um dort Brennholz relativ trocken zu lagern. Vor uns ein kleiner Feldweg, den nach und nach vereinzelt Wanderer, Langläufer (Trockentraining), Mountainbiker und Reiter bevölkerten. Zudem bietet der Platz noch eine schöne Aussicht auf das Tal und den Wiler Turm.

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Der Wald bot sehr viel Totholz und gefällte Kiefern, sodaß ich froh war, die kleine Handsäge und die Axt mit im Rucksack zu haben. Ich schnitt vor allem Kiefernholz, während J. Reisig zusammensuchte. Bald war auch der Ring aus Steinen wiederhergestellt. sodass wir darin das feuchte Holz zunächst in Windrichtung, dann quer dazu und dann wieder in Windrichtung aufeinanderstapeln konnten. Darauf eine Lage trockener Holzscheite und dünnen Span – beides hatten wir von zuhause mitgenommen. Das nächste Mal würden wir die Last deutlich reduzieren, denn auch wenig Holz genügt, um dem Feuer von Oben genügend Hitze zu geben. Oben auf den Turm legte ich vorsichtig ein mit Vaseline imprägniertes Baumwollbällchen, das sich wunderbar mit dem Feuerstahl entzünden ließ. Darauf den dünnen Reisig und schon loderte ein kleines Feuer, das sich langsam nach unten fraß und die etwas feuchte Unterlage langsam trocknete. Auf den Steinring schichteten zudem noch feuchtes Holz, um später genügend geeignetes Brennmaterial zur Verfügung zu haben.

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Wir haben heute ganz bewußt das Feuer von oben ausprobiert. Zunächst die Windrichtung bestimmt, dann das Holz geschichtet und unsere Suppe, Kaffee und Schokolade gekocht. Nur der Tarp fehlte, um uns dem Rücken zu wärmen und ein Reflektor wäre auch nett gewesen. Aber das wird dann eine Aufgabe für den Winter sein. Wir besprachen dann ganz kurz, ob wir denn nicht auch die Familie zu einem Nachtgrillen einladen sollten, irgendwann in den Weihnachtsferien, wenn hoffentlich ganz viel Schnee lag. Wir würden sehen.

A long-burning nighttime campfire for cold weather

The Weekend Woodsman

Lonnie (aka phreshayr) over at the YouTube channel Far North Bushcraft and Survival recently put out a great video showing how to make a very long-lasting nighttime campfire, which can be especially beneficial in cold weather. The fire he builds is known as a „rakovalkea“ (gap fire) in Finland, and it is also known in the other Nordic countries. I really like Lonnie’s down-to-earth, no-BS style of making videos. He’s really knowledgeable about Alaskan bushcraft, and it shows in his videos. I plan on making one of these fires this coming winter, so stay tuned for that.

Hope you enjoy it!

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