Flussaufwärts durch Wasser, Schnee und Eis

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Seit unserem letzten Ausflug zur Necker hatte sich in mir der Gedanke festgesetzt, diesen Fluß von seiner Mündung in die Thur bis hinauf zum Ofenloch entlangzuwandern. Ich hatte mir also in der Zwischenzeit ein paar Kautschukstiefel von Viking besorgt, die ich mit Schisocken trug: gemeinsam mit Wanderstöcken das perfekte Mittel die glitschig kalten Ufergegenden und Sandbänke unten am Necker entlang zu wandern.Bild

Doch zuerst ein kleiner Versuch. An einer der berühmten Holzbrücken entlang des Necker fanden wir heute einen wunderschön und versteckt gelegenen Platz, der etwas mühsam zu erreichen war. Dort schlugen wir unser Lager auf und ich machte meine ersten Gehversuche im Wasser, flußaufwärts das neue Gehgefühl ausprobierend. Es ging ein Stück weit gut voran und beim Rückweg versuchte ich ein wenig trockenes Brennholz vom anderen Ufer zu sammeln und wieder zu unserem Lagerplatz zurückzukehren. Inzwischen hatte J. wieder eines der schönen Upside Down Lagerfeuer vorbereiten, wo wir dann letzten Endes saßen und das Rauschen des Neckers genossen.

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Schwer bepackt arbeiteten wir uns nach Einbruch der Dunkelheit wieder zu unserem Auto hinauf, zwei Säcke voll mit Abfall mit uns, die wir aus dem Uferbereich entfernt hatten. Es bleibt wohl nichts als Kopfschüttel darüber, wie kleine Paradiese gedankenlos zugemüllt werden.

Feuer, Wind und Kälte

Ein Problem beschäftigt mich derzeit sehr, jetzt vor Wintereinbruch: ein Feuer so zu situieren, um einerseits möglichst viel von seiner Hitze und möglichst wenig von seinem Rauch zu spüren. Große Feuer also, die lange brennen und die uns in unserem Tarp helfen, lange behaglich auszuhalten. Youtube hilft hier sehr. Die Positionierung ist klar: der Wind soll parallell zum First des Tarps und zum Hitzereflektor über das Feuer streichen können. Wenn man im Tarp sitzt, soll der Reflektor parallel zu diesem aufgebaut werden – das Feuer dazwischen.

Das Feuer selbst soll an der Spitze der aufgeschichteten Holzscheite entfacht werden. So kann es langsam nach unten brennen, unbeeinflußt von der Nässe des Bodens oder von nassem Holz, das wir zuunterst legen, damit es langsam durch die darüber befindliche Hitze trocknen kann. Der sanfte Kenneth Kramm hat ja in untenstehendem Video deutlich gezeigt, welche Vorteile ein Upside Down Feuer hat:

Zwei Hitzereflektoren sind interessant: einer aus Holz und einer aus Stein. NoMoreOp4 hat hier einen, so glaube ich, sehr effektiven Holzreflektor gebaut:

Ich bin schon gespannt, wie sich die Realisierung tatsächlich bewerkstelligen lässt und werde selbstverständlich vom Feldversuch berichten.